Der aufwändige Veredelungsprozess

Nur die schönsten versteinerten Seeigel werden von uns sorgfältig ausgewählt, um in einem mehrtägigen Prozess ihre glatte, glänzende Oberfläche zu erhalten.

Schleifen

Vor dem eigentlichen Polieren erfolgt ein Grobschliff. Die von Restsand oder sonstigen Rückständen gereinigten versteinerten Seeigel werden hierzu in eine spezielle Poliertrommel, einen so genannten Spirator, gegeben (Abb. 2: Seeigel mit Schleifpulver und Füllkörpern im Spirator). Im Unterschied zu herkömmlichen Poliertrommeln dreht sich die Trommel des Spirators nicht, sondern vibriert, wodurch das Poliergut gründlicher und schonenender bearbeitet wird.

Zusammen mit speziellem Schleifpulver erfolgt der erste, 24 Stunden dauernde Schliff, der nur zum Nachfüllen von Wasser einmalig unterbrochen werden darf. Die Reste des Schleifpulvers werden dann in einem halbstündigen Reinigungslauf in Seifenwasser entfernt. Anschließend sind sowohl die Igel als auch der Spirator zu reinigen (Abb. 3: Seeigel nach erstem Schleifgang).

Dieser Prozess wird, je nach Beschaffenheit, Größe und Anzahl der zu veredelnden Fossilien, vier- bis fünfmal wiederholt. (Abb. 4: Einzelner Seeigel, abgetrocknet nach erstem Schleifgang, noch weit vom Glanz entfernt.)

Polieren

Die Politur erfolgt ebenfalls in mehreren Durchgängen im Spirator, wobei hier statt des Schleif- natürlich Polierpulver zum Einsatz kommt. Auch ein Poliervorgang dauert 24 Stunden und ist - inklusive Wasser nachfüllen sowie Reinigungslauf - mehrmals zu wiederholen, bis die Fossilien die gewünschte glatte Oberfläche erhalten haben.

Alles in allem dauert der Veredlungsvorgang jedes einzelnen polierten versteinerten Seeigels also über eine Woche!